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9. Oktober 2019

Biete #vanlife, grĂŒnde Startup

vanlife Startup

#vanlife #camper #motorhome #roadtrip #homeiswhereyouparkit #caravan #. . .

Genau das sind die Hashtags, die aktuell eigentlich jeder gerne unter seine Bilder schreiben möchte – die FĂŒĂŸe im Sand, der eigene Camper vor einer atemberaubenden Natur-Kulisse, von unterwegs mit dem Laptop auf den Beinen im eigenen Takt arbeiten.
Genau das sind die Hashtags, die auch wir benutzt haben, bevor wir ein Startup gegrĂŒndet haben, das den Namen „Sperling“ trĂ€gt und dessen Website du gerade besuchst.

  • Mit 16 neben der Schule Zeitung ausgetragen.
  • In den Ferien beim örtlichen Handwerksbetrieb den Bauschutt entsorgt.
  • Immer wieder kleine NĂ€harbeiten verkauft, die ich an Omas NĂ€hmaschine mit Youtube-Wissen angefertigt habe.

Das waren ein paar Etappen auf dem Weg zum langjÀhrigen Ziel des eigenen Campers.
Irgendwann neben dem Studium war es dann soweit: Es konnte konkreter werden und ich verliebte mich schnell in „Arno“, ein damals rund 25 Jahre altes Wohnmobil – Das Abenteuer namens Vanlife began.

 

Die ersten Taschen

Weniger mit dem Laptop auf dem Schoß, dafĂŒr (dank seiner Solaranlage) eher mit der NĂ€hmaschine auf dem Klapptisch konnte ich plötzlich ĂŒberall stehen bleiben und nĂ€hen. Es verfestigte sich die Idee eines Upcycling-Konzepts, bei dem ich aus alten Segelstoffen von den Drachen der Kitesurfer, was nebenbei mein Hobby war, individuelle Taschen herstellte. PrĂ€sentiert auf einem improvisierten Schuhregal konnte ich diese dann zum Beispiel an den deutschen Nordsee-StrĂ€nden direkt an ihrem natĂŒrlichen Lebensraum zur Schau stellen und damit mein Geld verdienen.

Vanlife Deutschland

Eigentlich hatte ich ihn erreicht, meinen Traum vom Vanlife.

Ich konnte zu allen StrĂ€nden reisen, die mir gefielen, von unterwegs meinem Hobby nachgehen, arbeiten und fĂŒr die Uni lernen. Es wurde sogar noch besser als ich Katharina kennenlernte, denn nun konnten wir zusammen mit Arno die Welt entdecken 🙂

Irgendwie kommt es aber dann doch oft anders, als man denkt: Durch verschiedene ZufĂ€lle entdeckten wir Kork und kamen auf die Idee eines nachhaltigen Taschenlabels (dazu spĂ€ter mehr in einem anderen Beitrag). Über Wochen sponnen wir herum und spĂŒrten schnell die Lust, etwas zu machen, mit dem wir wirklich etwas bewegen können. Weg von der Nische meiner bisherigen Upcycling-Taschen, wollten wir Produkte entwerfen, die eine breite Masse ansprechen. Wir wollten zeigen, dass Nachhaltigkeit kein Kompromiss, sondern eine echte Alternative sein kann!

Die groben Umrisse unserer Ideen zeichneten sich immer klarer. Wir brauchten eine ProduktionsstĂ€tte, wir brauchten Plattformen, auf denen wir unseren Mitmenschen von unserer Vision erzĂ€hlten konnten und wir brauchten auch unliebsame Dinge, wie einen Anwalt fĂŒr Markenrecht oder Buchhaltungssoftware. Kurzum…

… wir brauchten Geld

Nun waren wir eigentlich nur zwei Studenten und die Vorurteile stimmen: Als Student hat man kein Geld. Wir zogen alle Möglichkeiten in ErwĂ€gung, erzĂ€hlten Freunden und Verwandten von unserer Idee. Doch bei aller Entschlossenheit wussten wir auch, dass wir uns nicht abhĂ€ngig machen wollten, von jemanden der unser Ideal der nachhaltigen Taschenfirma nicht 100%ig teilt. Lange Rede kurzer Sinn: FĂŒr die Finanzierung unseres Startups, mussten wir etwas verkaufen. Unser Vermögen war ĂŒberschaubar und so fiel der Blick zwangsweise auf Arno, was ich aber direkt ausschloss. Niemals wĂŒrde ich Arno verkaufen. Ich habe so lange fĂŒr ihn gearbeitet, wir haben so viel mit ihm erlebt. Niemals.

Outdoor NĂ€hmaschine mit Wohnmobil

Nunja. Da ihr gerade auf der Sperling-Website seid, könnt ihr euch vorstellen, dass dieses „Niemals“ im Laufe einiger Tage zu einem „eher nicht“ und letztendlich zu einem „nagut“ wurde.

Ich inserierte Arno in einem Online-Portal mit den Worten: „Wenn Sie einen 2m großen Mann weinen sehen wollen, schauen Sie ihn sich an“. Mich erreichten dutzende Anfragen, viele davon auch sehr kurios: Etwa ein Herr, der mit seinen 12 Katzen darin einziehen wollte, was ich keinesfalls zulassen konnte. Letztendlich kam es so, wie es kommen musste. Arno wurde von einem Ă€lteren Ehepaar abgeholt, die nun Ihre Rente unter dem Hashtag #vanlife verbringen wollen. Sie sicherten mir zu, dass wir die Ersten seien, die sie kontaktieren, wenn sie ihn wieder verkaufen wollen und so hoffen wir, dass es noch etwas dauert, da wir gerade gar keine Zeit mehr fĂŒr #vanlife haben 😉

Etwa ein Jahr spĂ€ter…

… wissen wir, dass es die richtige Entscheidung war. Wir haben gemerkt, dass „Sperling“ unser Traum ist und wir uns geĂ€rgert hĂ€tten, wenn wir es nicht gewagt hĂ€tten. Manchmal muss man eben mutig sein und VerĂ€nderungen zulassen.

Unsere Gedanken sind geprĂ€gt von der Natur und dem GefĂŒhl der Freiheit. Genau dieses GefĂŒhl nehmen wir mit und symbolisieren mit der charakteristischen Feder, die alle Sperling-Produkte ziert, dass wir uns auch bei unserem Startup von den EinflĂŒssen der Natur, der Leichtigkeit und Freiheit leiten lassen. Was mit Arno als Reise auf den Straßen Europas begann, fĂŒhren wir nun auf der Reise mit unserem Startups weiter. Das ganze Leben ist eine Reise und so heißt es fĂŒr uns nun…

#startuplife #smallbusiness #sustainable #vegan #backpack #fashion #design …

Camper Strand

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